Zusammen ist man weniger alleine


Habt ihr den Film mal gesehen? Der Film und vor allem das Buch ist wie ein französisches Märchen. Wirklich wunderschön und voll von Nächstenliebe und Zusammenhalt von drei bzw. vier Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und alle irgendwie miteinander verstrickt sind.



In letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken über das Alleinsein und Freundschaft über Zusammenhalt und das Alleinsein innerhalb einer Gemeinschaft.


Schon früh in meinem Leben habe ich erfahren das es keinen Sinn macht sich auf jemanden zu verlassen. Wenn man sich auf andere verlässt, ist das schon eine Einladung verlassen zu werden. Nur was fängt man ohne Gemeinschaft, Zusammenhalt oder Freundschaft in diesem Leben an?

Wie weit ist es gesund jemanden an seinem Leben teilhaben zu lassen?


Für jemand dem immer wieder Zusagen gemacht wurden, die nicht eingehalten wurden oder der früh schon gemerkt hat, das auch im engsten Kreis Zusagen nicht eingehalten werden, ist das eine am Anfang bittere Erfahrung. Jemand der früh in seinem Leben ausgegrenzt wurde, weil er nicht der Norm entsprach, war auch das am Anfang eine bittere Erfahrung.

Allerdings stellt sich dies im Nachhinein als sehr lehrreich heraus. Das ist wie mit allem anderen im Leben auch, hinter her ist man immer schlauer.


Es ist doch so, das wir alle mit Nichts und fast alleine in diese Welt kommen und auch mit Nichts von dem was wir in dieser Welt angehäuft haben, verlassen wir diese Welt wieder. Ist das Zusammensein und Freundschaft eine Anhäufung von Erwartungen an sich und andere?

Erwartungen baut man alleine auf, damit diese im Aussen direkt wieder eingerissen werden.

Die wichtigste Komponente in Beziehungen, Freundschaften und eventuell vielleicht sogar Familie ist und bleibt Liebe. Wenn man sich geliebt fühlt, fühlt man sich nicht alleine. Selbstliebe ist also auch hier essentiell wichtig für einen, so ist man nie auf das geliebt werden im Aussen angewiesen.


Wo fängt das Alleinsein an und wo hört es auf? Wie weit sollte man jemand in sein Leben lassen oder in seine getroffenen Entscheidungen miteinbeziehen?


Ist es nicht oft so, dass wenn wir eng mit jemand verbunden sind, uns auch immer ganz kompromissbereit in den von uns getroffenen Entscheidungen einschränken lassen. Eventuelle Sichtweisen annehmen die man alleine vielleicht so nicht angenommen hätte und all das tun wir um nicht alleine zu sein. Wo bringt uns das hin bzw. wo in uns entsteht das Gefühl des Alleinseins? Was ist so schlimm am Alleinesein?


Wenn wir an Feiertage denken, wie z.B. Weihnachten, denkt man automatisch an das Zusammensein mit anderen. Wir wollen eingeladen sein und uns mit anderen treffen, nur weil man das eben so macht und keiner an dem Tag alleine sein sollte.

Eben weil das alle so machen an diesem einen Abend.

Muss man das, nur weil alle anderen so denken, auch tun? Ist Weihnachten nicht ein Tag wie jeder andere auch? Man trifft sich mit seinen Freunden und seiner Familie sowieso das Jahr über. Warum muss das an dem einen Tag dann zwangsläufig auch sein und wieso wird man mitleidig angesehen, wenn man eben lieber mit sich alleine ist an diesem Abend?

Ich denke, dass da die Gedanken einem einen Streich spielen. Man muss sich mit niemandem treffen, wenn einem nicht danach ist, nur weil es der 24.12. und es eben alle so machen oder man denkt das man sonst alleine ist, oder gar etwas verpassen könnte.


Ist es vielleicht so, das viele das Alleinsein nicht aushalten können, weil Sie sich selbst nicht aushalten können? Wäre es da vielleicht ein Ansatz sich mit sich selbst auseinander zu setzen, anstatt immer mit anderen Zusammensein zu müssen, um von sich abgelenkt zu sein? Die Beziehung zu sich selbst ist die wichtigste und wertvollste und intensivste die es zu leben gilt. Leider wird uns das nicht von Anfang an beigebracht.


Nur verrate ich euch was: "Es ist nie zu spät für einen Neuanfang!!"

Jeden Morgen kann man aufstehen und etwas anders machen wie sonst oder die Tage davor. Man kann jeden Morgen aufstehen und den Tag so leben wie es gut für einen selbst ist und nicht wie andere es von einem erwarten. Man muss sich nicht fügen. Steht jeden morgen einfach auf und seit euer eigener, selbstbestimmter Herr.


Wagt vielleicht mal das Experiment und seid an Weihnachten einfach mal glücklich alleine und lebt damit anderen vor und sie sich nicht alleine fühlen müssen, auch wenn Sie an dem Abend niemanden treffen.

Vielleicht fühlen sich dann viele Menschen inspiriert es euch gleich zu tun und fühlen sich an Feiertagen nicht mehr alleine.


An alle unter uns die an Gott oder Engel bzw. an den einen Schutzengel glauben, ihr seit niemals auch nur eine Sekunde des Tages alleine, auch wenn euer Kopf das denkt, oder es euch jemand einreden will.


Die Bilder die zur Zeit wirklich alle Medien überschwemmen brachten mich dazu dieses Thema noch einmal aufzugreifen.

Wie ist es, wenn man alles was man sich aufgebaut hat und lieb gewonnen hat auf einmal zurück lassen muss? Fühlt man sich dann alleine? Man ist auf Nächstenliebe angewiesen und ist dankbar dafür.

Wäre es dann nicht schön wenn alle sich selbst sehr lieben würden und so dann auch mit anderen umgehen würden?


Vielleicht ist jetzt einfach die Zeit sich wieder daran zu erinnern, dass man für sich selbst am besten sorgt und vorsorgt und schon einmal gewappnet ist, falls das Unvorstellbare eintrifft und man scheinbar alleine unter vielen ist.


Fühlt euch, frei, fühlt euch von euch selbst geliebt und seid euer eigener selbstbestimmter Herr. So wie ihr mit euch umgeht, geht ihr auch mit anderen um.

Vergesst das nicht.


Fühlt euch frei zu kommentieren oder zu liken. Habt einen wunderschönen Tag und lasst euch nicht runterziehen. Das was ihr aussendet kommt mehrfach zu euch zurück.







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